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Hessentag in Heppenheim (18.-27. Juni 2004)

Auf dem Hessentag stand den Studierenden und Helfern des Steinzeit-Hessentags-Projekts ein Gelände von ca. 2000 m² zur Verfügung. Ungefähr ein Jahr dauerten die zahlreichen Vorbereitungen, die von Studierenden und Mitarbeitern der Abteilung Vor- und Frühgeschichte des Institutes für Archäologische Wissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt ehrenamtlich geleistet wurden. Die Studentinnen und Studenten arbeiteten sich jeweils in ein bandkeramisches Thema ein, indem zuerst die neusten Forschungsergebnisse zusammengetragen wurden, und dann entsprechende Gegenstände rekonstruiert wurden. So entstanden z.B. mehrere Mahlsteine, Kleidung, Schmuck, Keramikgefäße, Bögen und vieles mehr. Die meisten dieser „Hessentags-erprobten Studierenden“ sind nun Vereinsmitglieder. Während des Hessentags besuchten ca. 18.000 Gäste das „Steinzeitgelände“ und informierten sich an insgesamt 21 Ständen über das Alltags- und Wirtschaftsleben der ersten Ackerbauern und Viehzüchter Mitteleuropas. Besonders Kinder nutzten die Möglichkeit „wie eine echte bandkeramische Bäuerin“ Mehl auf einer Handsteinmühle zu mahlen oder Teig für Brötchen und Brote zu formen. Doch auch die bandkeramischen Viehzüchter gingen noch manchmal auf die Jagd wie man anhand von Wildtierknochen weiß, deswegen konnten die Besucher auch die Handhabung von Pfeil und Bogen ausprobieren - nur wurde hier auf Strohballen und nicht auf lebende Tiere geschossen!

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Außerdem wurde auf dem Gelände in all dem Trubel des Hessentags nach bandkeramischem Vorbild getöpfert, gewebt, frisiert, gekocht und Schmuck hergestellt. Nebenbei wuchsen die rückgezüchteten „bandkeramischen“ Getreidesorten Emmer und Einkorn auf einem Getreidefeld, und der Rohbau eines Hauses mit teilweise rekonstruierten Wänden und einem Speicherboden sowie einer „Kultecke“ war zu bewundern und zu bewandern. Studentinnen und Studenten der Vor- und Frühgeschichte führten rund 40 Klassen der Schuljahre 3. bis 7. über die Freilicht-Ausstellung und erläuterten neuste Forschungsergebnisse. Weitere Führungen fanden nachmittags für das interessierte Publikum statt.

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