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Führung durch das smac (9. September 2017)

Am 9. September fuhren 11 Vereinsmitglieder nach Chemnitz, um dort, einen Tag vor einer großen Mitmach-Aktion am "Familientag", das Staatliche Museum für Archäologie in Chemnitz, kurz "smac", kennenzulernen. Wir bekamen eine "Exklusivführung" durch die Direktorin des Hauses, Dr. Sabine Wolfram, ein Gründungsmitglied unseres Vereins. Da viele von uns sie seit der Vereinsgründung und von den ersten Aktionen her kennen, war es uns eine besondere Freude, sie hier in Chemnitz wiederzutreffen.

Wir erfuhren bei der Führung, daß sich das smac im ehemaligen 1929/30 von Erich Mendelsohn erbauten Kaufhaus Schocken befindet, einem bedeutenden Bau der frühen Moderne und Wahrzeichen von Chemnitz. Das Gebäude wurde unter wechselnden Besitzern bis 2001 als Warenhaus genutzt, 2010-2014 saniert und beherbergt seitdem das Museum. Die drei Stockwerke werden durch ein Treppenhaus mit schräger Rampe erschlossen, an seiner Rückwand zeigt ein 15 Meter hohes nachgebildetes Profil die geologischen und archäologischen Schichten, die für Sachsen kennzeichnend sind.

Auch die Dauerausstellung ist "stratigrafisch" gegliedert: Der erste Stock zeigt Natur und menschliche Artefakte der Eiszeiten und Warmzeiten, der zweite Stock die Vorgeschichte von der Jungsteinzeit bis ins Frühmittelalter und der dritte Stock schließlich das Mittelalter, die frühe Neuzeit und die Entwicklung bis zur Industrialisierung um 1850. Als Hintergrund der ausgestellten Objekte dienen große Wandpanoramen, die dem geschwungenen Verlauf der Straßenfassade folgen: Im ersten und zweiten Stock gemalte Landschaftsdarstellungen zu den entsprechenden Zeitabschnitten, im dritten Stock eine über 40 Meter lange Vitrinenwand mit Dingen der Alltagskultur, die uns alle besonders beeindruckte. Ebenso fasziniert waren wir "Bandkeramiker" natürlich von den hölzernen Brunnenkästen aus dieser Kultur und den einmaligen organischen Funden, die sich darin erhalten hatten. Auch von den zahlreichen Hausmodellen dürften wir Anregungen mitgenommen haben.

Wir bedanken uns bei Sabine Wolfram für diese spannende Zeitreise durch 300.000 Jahre menschliche Kultur und Geschichte in Sachsen!