Zur Eröffnung des Labors für Experimentelle Archäologie (LEA) in Mayen gab es am 22. und 23. September Tage der offenen Tür. Bis zu sieben Mitglieder führten steinzeitliche Techniken aus den Bereichen Ernährung, Töpfern und Schmuckherstellung vor, wobei dem Ort entsprechend Experimente diesmal ausdrücklich erwünscht waren.

Neben dem immer wieder vom Publikum gern verzehrten Linseneintopf bestand das Menü diesmal aus selbst gemachtem Steinzeit-„Mozzarella“, der sehr gut gelungen war, aus in Pestwurz- und Kohlblätter eingewickeltem Fleisch, das auf dem offenen Feuer gegart wurde, und aus auf heimischen Blasenbasalt-Platten gebackenen Fladen. Alles kam bei Besuchern und Teilnehmern gut an, so dass am Ende keine Reste blieben.

 

In der Schmuckherstellung wurde versucht, anhand von verschiedenen Originaltechniken Muschelscheiben zu durchbohren, was nicht ganz einfach war bei den empfindlichen Ausgangsmaterialien.

 

Außerdem hatten wir uns vorgenommen, einige in unserem Fundus noch fehlende Gegenstände zu töpfern: Ein kleiner Kumpf, ein Backteller und ein Sieb zur Käseherstellung entstanden unter Verwendung einer Magerung des vor Ort herumliegenden Schotters aus Blasenbasalts. Ob dies eine gute Wahl war, wird sich nach dem Brennen und im späteren Dauereinsatz zeigen.

 

Die Besucher waren sehr interessiert und hatten zahlreiche Fachfragen, so dass die Zeit für alle wie im Flug verging – nachzulesen auch unter:

 

http://www.rhein-zeitung.de/region/mayen_artikel,-Mayen-LEA-stellt-antike-Lebensweisen-nach-_arid,488151.html

 

 

 

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